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Familiengerechte Kommune

Zertifikat Familiengerechte Kommune
Zertifikat Familiengerechte Kommune
Zertifikatsverleihung am 6. November 2018
Zertifikatsverleihung am 6. November 2018

Wir sind wieder dabei!
Zertifikat Familiengerechte Kommune bestätigt

„Wir sind wieder dabei“, verkündet Bürgermeister Dietmar Bergmann stolz. „Die Gemeinde Nordkirchen hat den Auditierungsprozess zur Familiengerechten Kommune Nordkirchen zum zweiten Mal erfolgreich durchlaufen. Am 6. November 2018 wurde uns offiziell das Re-Zertifikat „Familiengerechte Kommune bis 2021“ überreicht.“

Das Grund-Audit

Nachdem im Frühjahr 2012 der Rat der Gemeinde Nordkirchen die Teilnahme am Audit „Familiengerechte Kommune“ beschlossen hatte, wurde rund ein Jahr später eine Zielvereinbarung mit insgesamt sechs Handlungsfeldern und mehr als 40 Maßnahmen zur familienpolitischen Weiterentwicklung der Gemeinde festgelegt. Am 24. Juni 2013 erhielt die Gemeinde Nordkirchen dafür das Zertifikat „Familiengerechte Kommune“.

Die Rezertifizierung

„Politik und Verwaltung war von Anfang an klar, dass wir uns mit einem einmaligen Zertifikat nicht zufrieden geben wollen. Wir haben seitdem zwar bereits etliche Maßnahmen umgesetzt, möchten aber dauerhaft integrierte, generationengerechte Strukturen schaffen, die für unsere Familien Vorteile bieten“, betont die Familienmanagerin Klara Döbbelin-Südfeld. „So haben wir uns einem erneuten und in gleicher Weise ablaufenden Zertifizierungsprozess unterzogen. In Strategieworkshops haben wir wieder gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung und Bildungseinrichtungen eine weitere Zielvereinbarung erarbeitet. Diese wurde vom Rat der Gemeinde Nordkirchen beschlossen und vom Verein Familiengerechte Kommune nach intensiver Prüfung positiv bewertet.“

Bürgermeister Dietmar Bergmann: „Grundsätzlich wird in Nordkirchen das Thema Inklusion bei allen Entwicklungsvorhaben als Querschnittsthema mitgedacht. Des Weiteren verfügt die Gemeinde Nordkirchen über ein gut funktionierendes Netzwerk aus Gemeinde, Kindertagesstätten, Schulen, Kirchen sowie Vereinen, Verbänden und Organisationen. Dieses gilt es weiter auszubauen. Von den Inhalten und einzelnen Maßnahmen des Audit und deren Zielvereinbarungen profitieren insgesamt unsere Familien, aber auch unsere heimische Wirtschaft. So werden wir in dem Zusammenhang auch die Mobilität in der Gemeinde Nordkirchen im Rahmen des „Reallabors Münsterland“ neu betrachten.


Welche Maßnahmen wurden im Rahmen des Grund-Audit u.a. bereits umgesetzt?

  • Ausbau der Offenen Ganztagsgrundschule Nordkirchen
  • Festigung des Sommerferienprogramms von JuNo, OGS und Gemeinde
  • Ausweitung der Öffnungszeiten zweier Kitas
  • Einrichtung eines Familienbüros als Anlaufstelle im Rathaus
  • Einrichtung eines Quartiersmanagements
  • Neugeborenen-Besuche als Info für Eltern
  • Teilnahme am Regionale 2016-Projekt „Nordkirchen – auf dem Weg zur inklusiven Gemeinde“
  • Elterncafés in Nordkirchen und Südkirchen
  • Sicherung der Grundschulstandorte
  • Neustrukturierung der Vereinsförderung
  • Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Vereine
  • Herausgabe einer Familienbroschüre
  • Aufstellung eines Spielplatz-/Sportstättenkonzeptes
  • Umbau der Schloßstraße sowie mehrerer Plätze zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität
  • Ausweisung von Wohnbaugrundstücken
  • Kinderspielbereich im Rathaus
  • Würdigung des Ehrenamts
  • Angebote der Offenen Jugendarbeit nicht nur im JuNo Nordkirchen, sondern auch in Südkirchen und Capelle
  • Einführung eines jährlichen Integrationstages
  • Einrichtung einer Tagespflege der Caritas in einer ehemaligen Arztpraxis


Welche Maßnahmen ergeben sich aus der Rezertifizierung 2018:

  • Das Bewusstsein für die verschiedenen Aspekte von Inklusion ist vorhanden. Niederschwellige barrierefreie Beratungs- und Unterstützungsangebote werden weiter entwickelt.
  • Die Vernetzung von Akteuren vor Ort sowie auf Kreisebene werden verbessert (Runder Tisch/Workshop zu Kinder- und Jugendthemen, Netzwerktreffen mit Vereinsvertretern, Ehrenamtsbörse).
  • Die Steuerung der lokalen Familienpolitik auf der Basis von Kennzahlen wird angegangen. Prüfung von Tools/Kennzahlen zur Steuerung und Klärung der Datengrundlagen.
  • Die Angebote für Senioren werden ausgebaut. Die Ehrenamtsbörse ist dabei eine Maßnahme. Freizeit- und Unterstützungsangebote für Seniorinnen und Senioren werden weiterentwickelt.
  • Betreuungsangebote für Kinder und für pflegebedürftige Angehörige werden weiter verbessert, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern (unter anderem durch Sensibilisierung der Wirtschaft für Familienpolitik, Prüfung von Möglichkeiten zur Ausweitung der Randzeitenbetreuung).
  • Die Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen aus Familien mit geringem Einkommen werden verbessert durch den Aufbau von Präventionsketten, die Vernetzung von Schule/Gemeinde/Wirtschaft, Workshops zu Kinderarmut und Beteiligungschancen sowie eine attraktive Gesamtschule.
  • Ein differenziertes Wohnungsangebot wird geschaffen, unter anderem durch Bedarfsanalysen, Prüfung von Genossenschaftsmodellen, sozialer Wohnungsbau Rosenstraße, Wohngruppe für Menschen mit Behinderung Haus Westermann, Mehrgenerationenwohnen Südkirchen. Differenziertes Wohnungsangebot für ältere Menschen ist vorhanden.
  • Das Mobilitätsangebot wird bedarfsgerecht ausgebaut unter anderem durch die Anschaffung eines barrierefreien Bürgerbusses, Mobilitätszentrale Haus Westermann, Abbau von Barrieren im öffentlichen Raum.

Handlungsfelder

Die sechs vom Verein „Audit Familiengerechte Kommune“ mit Sitz in Bochum vorgegebenen Handlungsfelder sind:

1.    Steuerung, Vernetzung und Nachhaltigkeit
2.    Familie, Arbeitswelt und Betreuung
3.    Bildung und Erziehung
4.    Beratung und Unterstützung für Familien
5.    Wohnumfeld und Lebensqualität
6.    Senioren und Generationen

Hintergrund

Mit dem Zertifikat „Familiengerechte Kommune“ des Vereins Familiengerechte Kommune werden seit 2011 in Deutschland Kreise und Kommunen für den durchgeführten Prozess „Audit Familiengerechte/r Kreis/Kommune“ ausgezeichnet. Im Prozess werden substanzielle Ziele und Maßnahmen für eine familiengerechte Struktur erarbeitet und mit Ratsbeschluss versehen, die in den kommenden drei Jahren umgesetzt werden.

www.familiengerechte-kommune.de

Fotos
von der Zertifikatsverleihung am 06.11.2018 im Rahmen der Fachtagung „Integrierte Stadtentwicklung für Familien“ / Quelle: Frank Dieper, Stadt Herne
v.l.n.r.: Dr. Brigitte Mohn (Bertelsmann Stiftung), Mechtild Kammert, Klara Döbbelin-Südfeld und Dietmar Bergmann (Gemeinde Nordkirchen), Beatrix Schwarze (Geschäftsführerin Familiengerechte Kommune e.V.), Dr. Kirsten Witte (Vorsitzende Familiengerechte kommune e.V.)

Zielvereinbarung

Die erarbeiteten Maßnahmen in den verschiedenen Handlungsfeldern sind in der Zielvereinbarung zur Erlangung des Zertifikats zusammengefasst.

Weitere Informationen

Pressearbeit

Anne Büscher
Bohlenstraße 2
59394 Nordkirchen
Tel.: 02596 917-154
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