Gemeinde Nordkirchen

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MdL Bodo Middeldorf zur Mobilität in Nordkirchen
MdL Bodo Middeldorf zur Mobilität in Nordkirchen
Am Bahnhof Capelle wurde intensiv diskutiert.
Am Bahnhof Capelle wurde intensiv diskutiert.

Die Gemeinde Nordkirchen hat sich das Thema Mobilität zum Schwerpunkt gesetzt.

Welches Ziel hat das Mobilitätsprojekt?

Ziel der Gemeinde Nordkirchen ist es, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in ihrem Heimatort wohl fühlen. Hier spielt die Mobilität eine große Rolle. Doch jeder Ort ist anders. In einem Workshop Anfang Juni, an dem auch Ortskundige teilgenommen hatten, wurden deshalb die entsprechenden Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Nordkirchen ermittelt.

Was passiert im Reallabor Mobiles Münsterland?

Im „Reallabor Mobiles Münsterland“ testet jetzt die Gemeinde Nordkirchen in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Münsterland (ZVM) und dem Verein Münsterland e. V. mögliche individuelle und bedürfnisorientierte Angebote.

Bürgermeister Dietmar Bergmann betont: „Um mobil bleiben zu können, ist aber nicht nur ein verbessertes Bus- und Bahnangebot nötig. Auch Lieferangebote spielen eine immer größere Rolle. Es geht hier nicht nur um die Älteren, es geht auch um die Jüngeren. Heutzutage sind oft beide Partner arbeiten, kommen spät abends nach Hause und brauchen noch gewisse Angebote, wie zum Beispiel Lebensmittel oder ihre Wäsche, wenn die Wäscherei schon geschlossen hat. Die Frage ist, wie hier durch das Aufstellen entsprechender Boxen in den Ortsteilen geholfen werden könnte. Wir wollen das jetzt konzipieren und als nächstes bei den in Frage kommenden Akteuren wie beispielsweise Wäschereien und Lebensmittelhändlern nachfragen, ob das für sie interessant ist.

Die Gemeindeverwaltung hat hier den Nordkirchener Björn Paulus mit seinem Start-Up Pickshare mit ins Boot geholt, der ein solches mögliches privat-wirtschaftliches Serviceangebot erarbeitet. Sein Ziel ist es, in diesem Bereich den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Nordkirchen helfende Dienstleistungen anzubieten sowie insgesamt eine digitale Landkarte aufzubauen.

Landtagsabgeordneter Bodo Middeldorf sieht Nordkirchen in Vorreiterrolle

Am vergangenen Freitag (03.08.2018), stellten die beteiligten Mitglieder im Projekt „Mobiles Münsterland“ Herrn Bodo Middeldorf, Mitglied des Landtages NRW und verkehrspolitischer Sprecher der FDP, ihre Kernpunkte des Projektes sowie mögliche Lösungsansätze vor. Teil nahmen auch der örtliche Fraktionsvorsitzende der FDP, Joachim Seidel, sowie weitere Fraktionsmitglieder. Das Land NRW plant für das nächste Jahr die Bereitstellung von finanziellen Mitteln für mobile Projekte. Bodo Middeldorf ist aktuell auf seiner Sommertour auf der Suche nach Lösungen, wie das Land NRW die Mobilität im Land nach vorne bringen kann. Es beeindruckte ihn, wie weit die Gemeinde Nordkirchen in Zusammenarbeit mit Münsterland e. V. hier bereits vorgestoßen ist. Er habe bereits mit verschiedenen NRW-Kommunen über das Thema Mobilität gesprochen, sehe aber Nordkirchen hier wirklich in einer Vorreiterrolle.

„Der Öffentliche Personen-Nahverkehr in ländlichen Kommunen wie Nordkirchen kann nicht wirklich wirtschaftlich betrieben werden“, erläuterte ihm Gerrit Tranel von der ZVM. „Das Thema Digitalisierung spielt hier eine immer größere Rolle und bietet große Chancen. Damit die Bürgerinnen und Bürger auch weiterhin in der Fläche wohnen bleiben können, muss z. B. über On-Demand-Verkehre nachgedacht werden. Zudem müssen die vorhandenen Angebote wie Dienstleistungen, Paketservices, Möglichkeiten der Krankentransporte usw. struktureller gestaltet werden sowie die Informationen besser an den Kunden gebracht werden. Auch private Mitfahrgelegenheiten müssen logistisch einfacher werden.“

Klaus Ehling von Münsterland e. V. wies auf die funktionierende Wirtschaft im Münsterland hin. „Doch das muss auch so bleiben“, argumentierte er gegenüber dem Landtagsabgeordneten. „Die Mobilität spielt hier eine ganz erhebliche Rolle, für ältere Menschen, aber auch für jüngere. Unser Projekt heißt „Reallabor Mobiles Münsterland“, weil wir mit unseren Lösungsansätzen experimentieren. Diese Experimente können schiefgehen, aber vieles kann auch übertragen werden auf die übrigen Münsterlandkommunen. Gemeinsam mit der ZVM werden wir darum alle Münsterlandkommunen im Herbst über die Möglichkeiten informieren.“

Mobilität ist nicht nur ein Thema für Kommunen

„Das Thema Mobilität ist sehr kleinteilig“, verweist Bürgermeister Dietmar Bergmann auf die Komplexität. „Hier sind viele Akteure beteiligt: Privatleute, öffentliche Stellen sowie die Bürgerinnen und Bürger selbst. Ein praktisches Beispiel: Eigentlich klingt es ganz einfach, die sowieso vorhandenen Behinderten-Transfere der Caritas-Werkstätten und der Kinderheilstätte auch anderweitig zu nutzen. Aber rein praktisch müssen hier sämtliche rechtlichen Rahmenbedingungen erst geschaffen werden. Es gibt viele Möglichkeiten. So würde ich mich sehr über private Geschäftsmodelle freuen. Wenn zum Beispiel ein Investor beim Bau eines Mehrfamilienhauses direkt Lastenfahrräder oder Carsharing-Fahrzeuge für die Mieter mit einplanen würde, profitieren alle gleichzeitig bei geringen Mehrkosten.“

Start-Upper Björn Paulus erläutert digitale Möglichkeiten.
Start-Upper Björn Paulus erläutert digitale Möglichkeiten.
Mobilität muss in allen Ortsteilen möglich sein.
Mobilität muss in allen Ortsteilen möglich sein.

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Pressearbeit

Anne Büscher
Bohlenstraße 2
59394 Nordkirchen
Tel.: 02596 917-154
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