Gemeinde Nordkirchen

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Mobilität nach Bedarf

Herumprobieren, bis es glatt ist.

Das war das Motto eines Mobilitäts-Workshops am vergangenen Donnerstag (7.6.). Weil nicht nur im ländlichen Raum allgemein, sondern auch in der Gemeinde Nordkirchen das Thema „Mobilität für alle“ einen immer breiteren Raum einnimmt, hat die Gemeinde Nordkirchen unter der Moderation des Innovationszentrums für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel GmbH aus Berlin (InnoZ) einen Ideenworkshop durchgeführt.

Wie kann Mobilität individuell und bedürfnisorientiert zukunftssicher aussehen?

So lautete die Kernfrage des Workshops im digitalCampus, an dem nicht nur Mitarbeiter der Gemeinde, Akteure der regionalen Verkehrsverbünde, der Hochschule Hamm-Lippstadt und des Quartiersbüros MiNo teilgenommen haben, sondern vor allem auch ortskundige Bürgerinnen und Bürger, die wissen, wo der Schuh drückt. Das InnoZ begleitet auch den Mobilitätsprozess auf der Ebene des Münsterlandes. Vom Verein Münsterland e. V. waren deswegen ebenfalls Akteure beteiligt.

22 Teilnehmende vom Auszubildenden bis zum Rentner haben einen Tag lang herumexperimentiert.

Dr. Melanie Herget vom Innoz zum Ideenfindungsprozess: „Wir haben realitätsgerechte und wilde Ideen ausgearbeitet. Dabei sind wir nicht nach Schema F vorgegangen, sondern anhand der Frage: Welche Bedürfnisse haben welche Gruppen, zum Beispiel Familien, Kinderbetreuende, Mobilitätseingeschränkte, Erwerbstätige, Schüler und Studenten? Wir haben vorab Wegeketten entwickelt, die ohne Auto zurückgelegt werden können, sowie Schmerzpunkte und Frusterfahrungen herausgearbeitet, z.B. dass samstags kein Bus vom Bahnhof mehr fährt.“

Mobilität ist mehr, als dass das der Bus fährt

„Ich hoffe, dass unser Bürgerbus noch viele Jahre fährt“, betont Bürgermeister Dietmar Bergmann. „Doch bei Mobilität geht es um mehr. Hier müssen wir viele Türen öffnen. Hier müssen wir Mehrwerte für alle schaffen, damit die Bürgerinnen und Bürger sich in Nordkirchen wohl fühlen und vor allem solange zu Hause wohnen bleiben können wie möglich. Es müssen auch neue Angebote her, die sich entwickeln können.“

Münsterland e. V. und die Mobilität

Auch Münsterland e. V. ist in Bezug auf die Mobilität vor allem die Bedarfsorientierung wichtig“, stellt Josef Himmelmann für den Verein klar. „Darum haben wir gerne an diesem Workshop in Nordkirchen teilgenommen. Wir wissen jetzt, wo beim Nordkirchener Bürger der Schuh drückt und können diese Ergebnisse auf das Mobilitätsprojekt Münsterland mit seinen insgesamt 66 Kommunen übertragen. Wir möchten experimentieren und das Land hat sein Interesse bekundet. Bald wird sich entscheiden, ob das Land NRW den Verein Münsterland und die Kommunen im Bereich Mobilität auch finanziell unterstützt.“

Ideen gab es viele, zum Beispiel:

  •  „Selbsthilfegruppe“ Bündelung von Freizeitfahrten
  • Wohnort- und Mobilitätspunkte/-beratung in allen drei Ortsteilen
  • Robotaxi
  • Vereinsshuttle
  • Vorhandene Angebote ausweiten, z.B. Leihräder nicht nur für Touristen
  • Vorhandene Angebote besser bekannt machen
  • „Rollitransport“ im öffentlichen Verkehr
  • Mitfahrer-App und ÖPNV-App mit Infos
  • Übersicht Freizeitangebote
  • Autonomes geteiltes Auto Nachbarschaften/Vertrauensgemeinschaften
  • Fahrzeugpool ehrenamtlicher Fahrer

Wie geht es weiter in Sachen Mobilität in der Gemeinde Nordkirchen?

„Wir haben in dem Workshop tolle und wichtige Eindrücke erhalten“, fasst Bürgermeister Dietmar Bergmann zusammen. „Auch über den Workshop hinaus werden wir mit den Orts- und Fachkundigen sowie dem Innovationszentrum zusammenarbeiten und die Ergebnisse anschließend bewerten. Dann entscheiden wir, auch mit Blick auf die Kosten, welche Idee wir umsetzen. Hier ist es besser, nicht alle Türen gleichzeitig aufzumachen, sondern lieber erstmal eine, dafür aber richtig. Ich freu mich darauf!“

Aus dem Workshop Mobilität.
Aus dem Workshop Mobilität.
Ergebnisse werden visuell festgehalten.
Ergebnisse werden visuell festgehalten.
Ideenpräsentation
Ideenpräsentation
Einige Ideen
Einige Ideen

Wirtschaftsförderer Manuel Lachmann, Jonas Koch (InnoZ), Bürgermeister Dietmar Bergmann, Ute Schmidt-Vöcks (Münsterland e.V.), Dr. Melanie Herget (InnoZ) und Josef Himmelmann (Münsterland e.V.) stellen die gesammelten Ideen aus dem Workshop Mobilität vor.

Die Teilnehmenden des Workshops Mobilität
Die Teilnehmenden des Workshops Mobilität

Weitere Informationen

Pressearbeit

Anne Büscher
Bohlenstraße 2
59394 Nordkirchen
Tel.: 02596 917-154
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