Gemeinde Nordkirchen

Seitenbereiche

Schriftgröße:

Volltextsuche

Was suchen Sie?

Seiteninhalt

Zu viele Störstoffe in der Biotonne

Immer mehr Plastiktüten, verpackte Lebensmittel und anderer Müll, der nicht in die Biotonnen gehört, landet derzeit im Kompostwerk in Coesfeld. Solche Verunreinigungen gefährden jedoch den Biokompost und somit unsere Umwelt. Zur Reduktion dieser Fehlwürfe finden daher ab dem 18. Oktober 2021 Biotonnenkontrollen in der Gemeinde Nordkirchen statt. Falsch befüllte Biotonnen werden dann von den Sammelfahrzeugen stehen gelassen.

Plastiktüten bilden noch immer den größten Störstoffanteil in den Biotonnen im Kreis Coesfeld. Unter dem Motto #wirfuerbio – Biomüll kann mehr haben sich die Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH (WBC) mit vielen weiteren Abfallwirtschaftsbetrieben zusammengeschlossen, um die Störstoffe im Bioabfall zu minimieren und die Qualität der aus Bioabfall gewonnen Komposterde zu verbessern. Die WBC sieht der zunehmenden Verunreinigung in den Biotonnen mit Sorge entgegen. Immer öfter und in viel zu großen Mengen finden sich hier anorganische Abfälle, vor allem Plastiktüten und „kompostierbare“ Plastiktüten. Es wird zunehmend aufwendiger daraus Kompost herzustellen, da die Fremdstoffe aussortiert werden müssen.
Die WBC ist auf Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. „Wir wollen dort ansetzen, wo das Problem seinen Ursprung hat: In den Küchen und Biotonnen. Denn nur aus sauberen Bioabfällen – ohne Störstoffe – kann saubere Komposterde werden.“, betont Ursula Kleine Vorholt, Prokuristin der Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH. Ab dem 18. Oktober 2021 finden daher stichprobenartige Kontrollen in der Gemeinde Nordkirchen statt und offensichtlich fehlbefüllte Biotonnen werden von den Sammelfahrzeugen nicht geleert und bleiben stehen.

Ablauf der Tonnenkontrollen
Wenn die Kontrolleure am Abfuhrtag eine durch Plastik, Glas, Metalle oder Restabfall verunreinigte Biotonne vorfinden, wird diese mit einem roten Tonnenanhänger versehen und nicht geleert. In diesem Fall sollten die Störstoffe bis zu nächsten Abfuhr vom Nutzer der Biotonne entfernt werden. Wer nicht so lange warten kann, hat die Möglichkeit, entweder für die nachsortierte Biotonne eine kurzfristige Nachabfuhr für 40,00 Euro zu beantragen oder die fehlbefüllte Biotonne als Restmüll bei der nächsten Restmüllabfuhr für 60,00 Euro leeren lassen. Die Kontrollen sind so gelegt, dass in der folgenden Woche eine Restmüllabfuhr stattfindet. „Wie das im Einzelnen geht, erfährt der Nutzer von auf dem Tonnenanhänger angegebenen Ansprechpartner bei der Gemeinde“, erläutert Ursula Kleine Vorholt.

Das Problem Plastik und „kompostierbaren“ Plastiktüten im Detail
Plastik und kompostierbare Plastiktüten gehören nicht in die Biotonne. Was viele einfach nicht wissen ist, dass auch kompostierbare Beutel nicht sicher vollständig biologisch innerhalb des Produktionsprozesses von Vergärungs- und Kompostierungsanlagen abgebaut werden. „Die Zersetzungszeit dieser Tüten liegt deutlich über den Produktionszeiten dieser Anlagen. Somit sind diese Beutel – ebenso wie herkömmliche Plastikbeutel – Fremdstoffe, die entfernt werden müssen. Wir wollen störstofffreien Bioabfall und funktionierende Anlagen für mehr Bioenergie und saubere Komposterde“, so Ursula Kleine Vorholt.
 
Bioabfallsammlung im Haushalt: So geht’s richtig.
Bioabfälle sollten im besten Fall lose in einem dafür vorgesehenen Behälter gesammelt und direkt – ohne Plastiktüte bzw. kompostierbare Plastiktüte – in die Biotonne entleert werden. „Wer seinen Bioabfall dennoch in einer Plastiktüte sammeln möchte, kann den Inhalt in der Biotonne entleeren und die Plastiktüte im Anschluss in den Restmüll geben. In den meisten Fällen steht die Restmülltonne direkt neben der Biotonne“, appelliert Laura Quante von der Gemeinde Nordkirchen. Deutlich einfacher sei es, Zeitungspapier oder Papiertüten zu verwenden.
 
Machen Sie mit und halten Sie Ihre Biotonne frei von Plastiktüten, „kompostierbaren“ Plastiktüten und weiteren Störstoffen.
 
Weitere Informationen zur korrekten Sammlung von Bioabfall erhalten Sie auf www.wirfuerbio.de/wbc-coesfeld/
 
Pressekontakt
Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH
Borkener Straße 13
48653 Coesfeld
Redaktion: Matthias Bücker
Tel. (02541) 9525-17
Fax (02541) 9525-55
E-Mail: matthias.buecker(@)kreis-coesfeld.de

Weitere Informationen

Pressearbeit


Karim Laouari
Bohlenstraße 2
59394 Nordkirchen
Tel.: 02596 917-154
E-Mail schreiben