Gemeinde Nordkirchen

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Dorfinnenentwicklungskonzept 2025

Der Ortsteil Capelle hat sich den Herausforderungen der Zukunft gestellt und gemeinsam mit der Bevölkerung ein Dorfinnenentwicklungskonzept erarbeitet.

Capelle ist wie andere Dörfer im ländlichen Raum Nordrhein-Westfalens von einem tiefgreifenden Wandel der Strukturen betroffen. In den Bereichen demographische Entwicklung, wirtschaftlicher Strukturwandel sowie Versorgung, Energie und Klima machen sich Veränderungen bereits jetzt bemerkbar. Das Dorfinnenentwicklungskonzept wurde erarbeitet, um diesen Veränderungen konstruktiv zu begegnen und die Dorfgemeinschaft in Capelle nachhaltig zu unterstützen, um so den Ort „fit zu machen“ für die Herausforderungen der Zukunft. Dabei setzt das Konzept auf die bisherigen Prozesse im Dorf auf.

Die Gemeinde Nordkirchen wurde bei dem Prozess unterstützt vom Büro planinvent - Büro für räumliche Planung.

Konzeptübergabe
Konzeptübergabe
Heimathaus
Heimathaus
Bürger machen mit
Bürger machen mit

Rat beschließt DIEK am 10.11.2016

Der Rat der Gemeinde Nordkirchen bedankt sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern und den sonstigen Akteuren, die sich aktiv in die Erarbeitung des Dorfinnenentwicklungskonzeptes für Capelle eingebracht haben. Er ermuntert sie, ihre Ideen auch künftig weiter zu verfolgen.

Der Rat der Gemeinde Nordkirchen beschließt das Dorfinnenentwicklungskonzept für Capelle als Grundlage für weitere Maßnahmen, die von der Gemeinde Nordkirchen durchgeführt werden sollen. Er beauftragt die Verwaltung, mögliche Zuschüsse für Maßnahmen aus dem DIEK zu beantragen.

Im Dorfpark Capelle vor dem in Gemeinschaftsarbeit errichteten Pavillon trafen sich daraufhin Bürgermeister Dietmar Bergmann und Josef Klaas von der Gemeinde Nordkirchen mit Mechthild Rabbe und Werner Wiegert von der Bezirksregierung Münster und übergaben das Dorfinnenentwicklungskonzept in seiner endgültigen Fassung.

Danach wurden die Inhalte des Konzeptes im Heimathaus in Capelle im Einzelnen vorgestellt und besprochen, wobei es insbesondere auch um Fördermöglichkeiten für die angestrebten Projekte ging, in erster Linie um das Dorfgemeinschaftshaus.

Bürgermeister Dietmar Bergmann: „Wir werden jetzt den Zuschussantrag für diese für Capelle wichtige Einrichtung stellen und hoffen auf einen positiven Bescheid.“

Was bedeutet DIEK

DIEK steht für den etwas sperrigen Begriff „Integriertes Dorfinnenentwicklungskonzept“. Diese Konzeptart ist die Fortsetzung des in Nordrhein-Westfalen bereits etablierten Dorfentwicklungskonzeptes. Es bezieht sich in seiner Perspektive auf eine einzelne Ortslage einer Kommune, die einen eigenen Untersuchungsraum bildet, dabei aber Verknüpfungen herstellt zur gesamtkommunalen Planungsausrichtung und auch übergeordnete (z.B. regionale) Planungen einbezieht.

Wer hat mitgemacht?

Der Erstellungsprozess des DIEKs richtete sich explizit an alle Einwohnerinnen und Einwohner des Untersuchungsgebietes, egal ob Privatperson, Vereinsvertreter oder Mitarbeiter einer Einrichtung. So fanden eine ganz neue Form der Kooperation und des Austauschs statt und neue, spannende Akteurskonstellationen sind entstanden. Wer sollte besseren Input zur Zukunftsplanung von Capelle geben als die Menschen, die dort leben?

Auftaktveranstaltung am 07.06.2016

Etwa 60 Bürgerinnen und Bürger, darunter Vertreter der Gemeinde, Vereinsmitglieder sowie weitere Interessierte waren anwesend.

Es war eng, aber gemütlich.

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Arbeitskreistreffen am 22. und 28.06.2016

In der Auftaktveranstaltung wurden die Teilnehmer gefragt, welche Themen ihnen für die Zukunft Capelles besonders wichtig sind. Danach wurden zwei thematische Arbeitskreise gebildet, die Ende Juni im Heimathaus Capelle stattfanden.

Arbeitskreis A
Themenbereiche „Kinder/Jugend“, „Kultur“, „Schule/Kindergarten“ und die geplante Dorfhalle.

Arbeitskreis B
Themenbereiche „Medizinische Versorgung“, „Einzelhandel“, „Dienstleistungen“, „Tourismus“ und „Mobilität.

In den beiden Arbeitskreisen wurden die Zielvorstellungen für „Capelle 2025“ gesammelt und mögliche Projektideen für den jeweiligen Themenbereich entworfen, mit denen das Dorf aktuellen und zukünftigen Herausforderungen begegnen kann.

Einen kurzen Bericht sowie eine Zusammenfassung der Arbeitskreis-Ergebnisse gibt es hier:

Weiter zur PDF "Bericht"

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Zu den Themen der Arbeitskreise können Projektvorschläge beim Büro planinvent oder der Gemeinde eingereicht werden. Alle Projekte im DIEK werden mit Profilen in eine vergleichbare Form gegossen. Die Profile dienen dazu, die Eckdaten zum Projekt zu beschreiben.

Weiter zur PDF "Projektprofil"

Dabei sollen die Projekte im DIEK idealerweise folgende Projektkriterien erfüllen:

Weiter zur PDF "Kriterien"

Gemeinsamer Arbeitskreis am 27.09.2016

Der nächste Schritt im DIEK-Prozess war eine gemeinsame Sitzung beider Arbeitskreise am 27.09.2016. Dort wurden bisherige Projektansätze erörtert, neue Projekte für die Zukunft Capelles entwickelt und Projektpaten für die Projektideen gefunden.

Weiter zur Präsentation Arbeitskreis 27.09.2016

Projektrundgang für alle am 27.10.2016

In einem Projektrundgang erhalten alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, die verschiedenen Ideen vor Ort zu besprechen.

Donnerstag, 27.10.2016, ab 17:00 Uhr
Start: Heimathaus Capelle

Weitere Hintergrundinformationen

Mit dem DIEK sollen die gewachsenen Strukturen und charakteristischen Eigenarten von Capelle langfristig erhalten und gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung angestrebt werden. Dabei konnten alle für den Ortsteil wichtigen Themen auf den Tisch gepackt werden: Von der Verkehrsanbindung bis zur Ortskernentwicklung, vom Einzelhandel bis zum Tourismus.

In Capelle war vorgesehen, bis zum Frühjahr 2017 das Dorfinnenentwicklungskonzept gemeinsam mit der Bevölkerung zu erarbeiten. Vor dem Perspektivzeitraum der nächsten rund zehn Jahre sind Ziele und Leitbilder für die Ortsentwicklung benannt und vor allem verschiedene Projekte benannt und vorbereitet worden.

Mit dem DIEK ist für Capelle ein umsetzungsorientiertes und über Jahre hinweg praktisch nutzbares Konzept entstanden, das auch nach der Fertigstellung immer wieder aktualisiert werden soll. Ein stimmiges Gesamtbild und eine schlüssige Zielerreichung, die auf den Grundlagen des Entwicklungskonzeptes aufbauen, können so erreicht werden.

Ein DIEK ist unter Beteiligung von Organisationen, Verbänden, Verwaltungen, Vereinen sowie Bürgerinnen und Bürger zu erarbeiten und muss laut einer entsprechenden Richtlinie des Landes Nordrhein-Westfalen mindestens folgende Punkte enthalten:

  • die Analyse des Bestandes (Bevölkerungsentwicklung, Baulücken, Gebäudeleerstand, Infrastruktur)
  • Aussagen zur funktionellen Stellung des Dorfes innerhalb der Gemeinde
  • eine Stärken-Schwächen-Analyse
  • die Ableitung des Handlungsbedarfes
  • eine Darstellung der Entwicklungsziele und Leitprojekte sowie
  • die Erarbeitung des Konzeptes unter Beteiligung der Bevölkerung vor Ort unter Berücksichtigung der demographischen Entwicklung und der Reduzierung der Flächeninanspruchnahme.

Und nicht zuletzt geht es beim DIEK auch um Geld, denn: Dorfentwicklungsmaßnahmen in Nordrhein-Westfalen (wie z.B. die Errichtung des Dorfgemeinschaftshauses) werden künftig nur noch dann gefördert, wenn sie Bestandteil eines durch die Bezirksregierung anerkannten DIEKs sind, das maximal fünf Jahre alt ist. Besitzt eine Kommune also ein aktuelles DIEK für einen Ortsteil, besteht die Chance, aus Mitteln der Dorferneuerung Zuschüsse für die Umsetzung von Projekten aus diesem Konzept zu erhalten. Die Erstellung des Konzeptes wird zudem ebenfalls bereits aus Landesmitteln gefördert.

Weitere Informationen

Kontakt

planinvent
Büro für räumliche Planung
Dominik Olbrich
Alter Steinweg 22 - 24
48143 Münster
Tel. 0251 4840019
E-Mail schreiben

Gemeinde Nordkirchen
Michael Baier
Bohlenstraße 2
59394 Nordkirchen
Tel. 02596 917-149
E-Mail schreiben

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